Pages

27. März 2015

Übergangslösungen

Als ich vor gut zweieinhalb Jahren nach Essen in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich den alten Tapeziertisch aus der Waschküche meiner Eltern mitgenommen und zum Esstisch umfunktioniert. Das alte, klapprige und vor allem furchtbar häßliche Teil ist das Paradebeispiel einer Übergangslösung, die sich klammheimlich irgendwie doch zum Stamm-Inventar meines Wohnzimmers gemausert hat. Mittlerweile habe ich eine relativ hübsche Tischdecke drüber geworfen, die den Großteil des Grauens verdeckt, aber so langsam wird es vielleicht doch mal Zeit für einen ordentlichen Esstisch. Es ist ja nicht einmal so, dass ich nicht immer mal wieder geschaut hätte. Bei jedem Ikea-Besuch bin ich um die Sitzgruppen und zahlreichen Tische herumgeschlichen, konnte mich aber mit keinem so richtig anfreunden.

Im Endspurt meiner Hausarbeit, habe ich vor ein paar Tagen den Blog Blood & Champagne gefunden und dort in einer kurzen Prokrastinations-Pause (ein, zwei Stunden) rumgehangen. Zwischen all den wunderschönen Wohninspirationen hab ich den ein oder anderen Tisch gefunden, der mir ziemlich gut auch in meinem Wohnzimmer gefallen würde. Auch, wenn mein Wohnzimmer zwar weder bodentiefe Sprossenfenster und alte Dielenböden, noch den Platz für die meisten der dort abgebildeten Traumteile zu bieten hat, ein paar Ideen hab ich dort doch sammeln können. Da die fancy Designerteile allerdings mein Budget sprengen und auch trotz meinem neuen Job noch einiges an Sparmaßnahmen erforderlich wären, muss es wohl oder übel ein hübsches, aber preiswertes Tischchen sein. Wo ich dieses letztendlich herzaubere ist mir noch nicht klar, aber mithilfe der Webseite Locafox habe ich immerhin schon ein paar Einrichtungshäuser aufgetan, die ich bald mal abklappern werde. Online-Shopping in allen Ehren, was den Möbelkauf angeht, bin ich tatsächlich voll old-fashioned und besuche lieber Läden, um mir die Objekte meiner Begierde vorher selbst mal anzusehen. Die Katze im Sack kaufen kommt da nicht in Frage.

Wenn man ein Händchen zum Heimwerkeren oder einen Papa in unmittelbarer Nähe hat, könnte man sich aber natürlich auch super fix einen Tisch selbst bauen. Besonders seit ich den selbstgebauten Esstisch der beiden Mädels von Zwillingsnaht gesehen habe, geistert mir die Idee einfach einen Tisch selbst zu basteln im Kopf herum. Ob das DIY-Unikat allerdings so viel günstiger ist, sei mal dahin gestellt.

Foto-Credits: Alle Bilder via Blood & Champagne.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen