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16. Februar 2015

Semesterferien am Schreibtisch

  
Plötzlich ist es Mitte Februar und der letzte Post liegt bald zwei Monate zurück. Bis jetzt weiß ich noch nicht so wirklich was ich von 2015 halten soll. Es ist irgendwie einiges schief gegangen von einer ungeliebten neuen Haarfarbe über kaputte Displays und Kabel, deren Reperatur und Ersatz ein kleines Vermögen gekostet haben. Das war so nicht geplant. Geplant war und ist für 2015 nämlich eigentlich großes. Ich werde tatsächlich endlich mein Studium abschließen, ich werde irgendetwas möglichst sinnvolles in der Zeit machen, bevor ich im Oktober meinen Master anfangen werde und ich werde mit Laura nach Island reisen. Außerdem stehen einige kleinere Trips auf dem Plan. Bis es allerdings soweit ist, mache ich etwas zum ersten Mal: meine gesamten Semesterferien am Schreibtisch verbringen.

Klar habe ich hier und da mal ein paar Tage in der Bibliothek gesessen und die ein oder andere Hausarbeit geschrieben. Ich habe allerdings in neun Semestern tatsächlich noch nie wochenlang am Schreibtisch gekauert, sondern schon immer einige Wochen gearbeitet, um dann noch ein bisschen durch die Welt zu bummeln. Oder nur durch die Welt zu bummeln, ohne zu arbeiten, auch das kam vor. Aber man sagt ja so schön, dass es für alles ein erstes Mal gibt. Zum ersten Mal Semesterferien am Schreibtisch mit Blick auf die To Do Liste und Bücherstapel statt am Strand mit Cocktail in der Hand finde ich aber irgendwie überhaupt nicht schön. Ich muss noch zwei Hausarbeiten und eine Lektüreprüfung über 30 Bücher, die mir jeglichen Spaß am Lesen nehmen, hinter mich bringen, bevor ich mich endlich an meine Bachelor Thesis wagen kann. Eigentlich hatte ich vor letztes Semester alles fertig zu bekommen, um jetzt nur noch die Thesis schreiben zu müssen. Und noch eigentlicher wollte ich diese auch Ende Februar fertig haben. Ambitionierte Ziele setzen konnte ich mir schon immer. Dass das absoluter Quatsch ist und ich mir (und meinen Mitmenschen, die mich ertragen müssen) damit nur unnötig Stress mache, habe ich aber dann doch eingesehen und mir nun meine Countdown-App auf den 14. Mai gestellt. Das ist ein Tag vor meinem Geburtstag, ab heute 87 Tage. Bis dahin möchte ich alles fertig haben. Ich weiß, dass das immer noch ambitioniert ist - aber eben auch durchaus machbar. Da ist es immerhin ein klitzekleiner Trost, dass meine Reisekasse große Sprünge momentan sowieso nicht zulässt. Der fabelhafte Ausflug nach Amsterdam am vergangenen Wochenende hat allerdings das akute Fernweh erstmal wieder etwas gelindert und vor allem nochmal Kraft und Motivation gegeben, um nun richtig durchzustarten. Nächster Halt: Bachlor of Hartz.

Kommentare:

  1. Das erinnert mich so an meine Bachelorarbeitszeit. Ich hab damals zwei Tage nach Abgabetermin ein Praktilkum angefangen und wollte alles viel viel früher fertig haben. Jetzt steh ich eine Hausarbeit entfernt von der Masterarbeit :P
    Ich finds ok so ambitioniert zu sein. Wieso jetzt bummeln, wenn man jetzt reinklotzen kann und dann hinter her die freie Zeit kompakt genießen kann? :)

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