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30. Juli 2014

Food: Bulgur-Salat

Statt die Uni App nach dem Mensaplan zu fragen, geht mittags die alles entscheidende Frage meist an mich. Ich bin bestens darüber informiert, was es gibt und, ob es sich lohnt in die Mensa zu gehen oder nicht. Zugegebenermaßen bin ich allerdings ein bisschen schwierig was Essen angeht. Unsere Mensa ist zwar vergleichsweise wirklich gut, trotzdem mosere ich dann doch oft am Essen herum. Zu geschmacklos, zu matschig, zu ungesund, zu teuer. Es sei denn, es gibt Chili sin Carne, Soja-Gulasch oder Soja-Gyros. Dann bin ich Fan und bemängele allerhöchstens die zu kleinen Portionen. Um an Tagen an denen mein knurrender Magen im Gourmet-Tempel meiner Uni wenig Befriedigung finden würde, nicht zu verhungern, habe ich mir vorgenommen nun einfach zuhause vorzukochen und mir etwas mitzunehmen. Das ist nicht nur gesünder und preiswerter, sondern auch viel leckerer. Dennoch ist eine kleine Herausforderung, da ich oft einfach keine Zeit (oder auch keine Lust) habe abends noch ewig in der Küche zu stehen. Daher sollte es etwas sein, dass mir weder viel Zeit noch sonderlich viel Talent abverlangt. Wie zum Beispiel Bulgur-Salat (oder auch Kisir genannt).

Zutaten:
300g Bulgur
4 kleine Tomaten
1 große Zitrone
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Paprika
1/2 Gurke
frische Petersilie
frisches Schnittlauch
Tomatenmark
Olivenöl
Rote Thai Curry Paste
Salz, Pfeffer, Chiliflocken

Zubereitung:
Wasser aufsetzen, salzen und sobald es kocht den Bulgur hinzugeben, einige Minuten kochen lassen, dann runterdrehen und etwa 10-12 Minuten ziehen lassen. Das Wasser abschütten und den Bulgur kalt werden lassen. 
Währenddessen die Gurke, Tomaten, Paprika, Zwiebel und den Knoblauch in winzige Stückchen hacken. Das geht am besten mit einem dieser riesigen, gefährlich aussehenden Messern, die aber tatsächlich weniger schnell zu Verletzungen führen als die kleinen. Ich spreche da aus Erfahrung. Die frischen Kräuter bestenfalls mit einer dieser fancy Kräuterscheren, sofern vorhanden, sonst mit dem gleichen Messer ebenfalls in kleine Schnippsel schneiden.
Sobald der Bulgur abgekühlt ist Olivenöl, Tomatenmark, etwas rote Curry Paste und den Saft der Zitrone hinzugeben und ordentlich vermischen. Dann das Gemüse und die Kräuter ebenfalls in die Schüssel geben und rühren bis alles schön vermischt ist. Zu guter Letzt mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken. So einfach ist das.


Was das drappieren von Nahrung angeht bin ich weder geschickt noch geduldig genug, damit das auch richtig schmackig aussieht und meine Küche ist leider zu dunkel für zauberhafte Food-Blogger-Fotos. Dafür ist mir der Bulgur-Salat (widererwartend) ziemlich gut gelungen. Ich habe mir zahlreiche Rezepte durchgelesen und dann frei Schnauze ohne auf Maßangaben zu achten einfach alles zusammen geworfen und immer mal wieder probiert bis es mir schmeckte. Hat fantastisch geklappt, denn es kommt dem fabelhaften Bulgur-Salat vom türkischen Spezialitätenstand den ich so liebe tatsächlich recht nah. Das Zeug macht lange satt, kann auch mal ein paar Stunden im Rucksack rumliegen ohne auszulaufen oder ranzig zu werden und ist äußerst lecker. Außerdem fühlt es sich voll erwachsen an sein Mittagessen vorzubereiten, was ein weiterer Vorteil ist, wenn man bis dato die wirklich wichtigen Dinge (wie Hausarbeiten zu schreiben) hintenanstellt. Aber hey, wenn man erstmal fleißig ist und im Eifer des Gefechts (Schreibblockaden und/oder mangelnde Kreativität) Hunger bekommt, dann ist man wenigstens darauf perfekt vorbereitet.

1 Kommentar:

  1. Ich liebe Bulgur-Salat... deine Version klingt sehr gut!! Probier mal eine Harissa-Paste dazu; das passt super :-)

    Liebe Grüße
    Julia

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