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11. Juli 2014

Fernweh Freitag: Shark Bay, Western Australia


Wir haben unsere Pläne öfter verworfen, haben uns treibenlassen und einfach nur nach vorn geschaut. Also verwarfen den ursprünglichen Plan von Geralton nach Denham zu fahren und steuerten Monkey Mia an. Dort könne man Delphine füttern, hieß es, so nah kommen die putzigem Tierchen an den Strand. Fanden wir super. Nicht so super fanden wir den Eintrittspreis, der pro Tag und Besucher mit etwa $15 zu Buche schlagen sollte. Dazu kommen dann auch noch die Kosten des Caravan Parks. Also drehten wir um, fuhren zurück zu unserem anfänglichen Tagesziel: Denham. Schon von Weitem strahlte uns türkises Wasser entgegen. Ein Anblick so schön, man mochte es gar nicht glauben. Aber auch nach einem Kniff in den Arm und einer Runde des kräftigen Augenreibens: ja, ist immer noch da. Sieht immer noch unfassbar schön aus. Also suchten wir den Caravan Park, um unser Quartier für die Nacht zu beziehen. Auf der Ladefläche des unseres Pickups nämlich, in den mitgebrachten Swags (ja, die heißen wirklich so!). Schlafen unter freiem Himmel ist in Australien immer etwas ganz Besonderes. Im Hinterkopf immer die Litanei an tödlichem Getier, dass nur auf Touristen wie uns wartet, über uns allerdings ein klarer Sternenhimmel mit mehr Sternen als man es sich vorstellen kann. Was wir nicht bedacht hatten: es wird nachts kalt. Auch in Australien. Und hier auch noch unfassbar windig. Keiner von uns schlief besonders gut, war die Angst im Land des vermeintlich ewigen Sommers doch zu groß zu erfrieren. Ein Schlafsack wäre also von Vorteil gewesen, mein Zwiebellook und der klägliche Versuch ein Handtuch als Decke umzufunktionieren waren von wenig Erfolg gekrönt. Da half nur die Sonne, um wieder warm zu werden, aber um die mussten wir uns selten Sorgen machen. Als ich morgens wach wurde, strahlte sie mir schon entgegen. Tagsüber spazierten wir am Meer entlang, saugten die Schönheit der australischen Landschaft gierig auf und arbeiteten ausgesprochen hart an unserer Bräune am Pool des Caravan Parks. Um am Strand zu liegen war es leider zu windig. Diese ausgesprochen anstrengenden Tage des Sonnens und Spazieren beendeten wir meist mit einem kulinarischen Abendessen (Dosenspaghetti oder Instantnudeln) und einem wunderschönen Sonnenuntergang. Paradise found, ohne Mist!
  

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