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12. Februar 2014

Reisevorbereitungen


Als heute früh der Wecker um viertel nach fünf losging, wollte ich nichts lieber, als mich nochmal umzudrehen und weiterzuschlafen. Aber das kam gar nicht in Frage. Schließlich lag Laura neben mir und musste um sieben Uhr am Düsseldorfer Flughafen sein. Also bin ich flott in die nächstbesten Klamotten gehüpft, hab mir einmal fix durch die Haare gekämmt und Laura inklusive ihrem riesigen Rucksack ins Auto gepackt und bin los gedüst. Am Flughafen wurde mir plötzlich klar, dass ich in einer Woche schon selbiges machen werde: früh aufstehen, mich zum Flughafen fahren lassen und in das nächste Abenteuer aufbrechen. Nur noch sieben Tage. Aber noch über 18.000 Zeichen Hausarbeit und eine Filmanalyse zu schreiben. Diese Hausarbeit und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr und, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, ist auch ihre Fertigstellung eher ein utopischer Wunschgedanke. Und weil ich gerade eh auf eine Rückmeldung meiner Dozentin warten muss, kann ich mich genauso gut auch mit Reisevorbereitungen beschäftigen. Vor so einer Reise gibt es nämlich eine ganze Menge zu tun:

Ein passendes Visum beantragen
Wer nach Australien möchte, ganz egal wie lang, der muss sich durch den Dschungel von möglichen Visa schlagen. Die Möglichkeiten sind zahlreich, aber wenn man erst einmal weiß, was man braucht sind es meist nur noch wenige Klicks. Sowohl mein Working Holiday Visum, als auch das eVisitor Visum für unseren jetzigen Aufenthalt habe ich vom Bett aus beantragt und  innerhalb von Stunden bestätigt bekommen. Ersteres kostete damals ca. 240€ und gilt für ein Jahr ab dem Tag der Einreise. Das eVisitor Visum ist kostenlos und gilt für drei Monate ab dem Tag der Einreise. Mit diesem Visum darf man weder studieren noch arbeiten, mit dem Working Holiday Visum arbeiten - wie der Name schon verrät. Beide kann man nur außerhalb Australiens beantragen.
Zur Seite des Department of Immigration und den verschiedenen Visa geht es hier.

Einen internationalen Führerschein beantragen
Wer im nicht europäischen Ausland Auto fahren möchte, sollte so einen Führerschein haben. Anders als ein Reisepass ist so ein internationaler Führerschein ganz fix beantragt und ausgestellt. Man sucht sich einfach die nächste Führerscheinstelle, macht - wenn möglich - einen Termin im Voraus, um ewiges Warten zu vermeiden, und bringt seinen Führerschein, Personalausweis und ein biometrisches Passfoto mit. Der graue Wisch wird dann direkt vor Ort ausgestellt, kostet um die 20€ und ist drei Jahre gültig. 

Der Langeweile auf dem langen Flug entgegenwirken
Bei ask.fm werden mir immer wieder Fragen zum Flug gestellt. Ja, ich fliege tatsächlich gerne. Nein, ich habe keine Angst, dass etwas passieren könnte. Die einzige Angst, die ich habe, ist, dass mir langweilig wird. Auf so einem 12 Stunden Flug könnte das nämlich durchaus mal vorkommen. Vor allem, wenn wie bei uns das Unterhaltungsprogramm eher dürftig aussieht. Daher habe ich bereits diverse Spotify-Playlisten erstellt, Spiele auf mein iPad geladen und mir ein neues Buch gekauft. Ich bin mal auf den Hype-Zug aufgesprungen und habe mir Gone Girl von Gillian Flynn bestellt. Eigentlich ist das ja überhaupt nicht mein Genre, aber mir war mal nach etwas Anderem. Schließlich lässt nichts die Zeit so schnell vergehen, wie ein gutes Buch. Und wenn es hart auf hart kommt, dann habe ich ja immer noch meine Freundin dabei, mit der ich mich unterhalten kann.

Den Zwischenstop planen
So ein langer Flug wie der von Frankfurt nach Sydney hat in der Regel mindestens einen Zwischenhalt. Bei meiner ersten Reise nach Australien war ich einen Tag in Singapur, dieses Mal haben wir einen Tag Aufenthalt in Shanghai. Wir landen morgens dort und fliegen erst ganz spät abends weiter. Das lässt uns genügend Zeit für eine kleine Tour durch die zweitgrößte Stadt der Welt. Praktischerweise bietet unsere Fluggesellschaft kostenlose Stadtrundfahrten an, wenn man Zeit dafür hat. Haben wir, also nehmen wir dieses Angebot natürlich sehr gerne an. Wichtig ist es bei diesen Zwischenstops auch darauf zu achten, wie die Visumsbestimmungen der jeweiligen Länder sind. Meist ist es kein Problem den Flughafen zu verlassen, wenn man ein Weiterreiseticket hat. Der Sicherheit halber sollte man sich aber trotzdem vorher immer darüber informieren.
Tipp: Informationen über Länder und Städte bekommt man online ganz wunderbar auf der Seite von Lonely Planet.

Die Ankuft und die ersten Tage planen
Wir landen ganz früh morgens in Sydney nach einer 40-stündigen Reise. Das Einzige, was ich dann noch möchte ist eine Dusche und ein Bett. Oder wahlweise den Strand. Hauptsache ich kann den fehlenden Schlaf der letzten Tage nachholen. Da unser anfänglicher Plan bei Bekannten zu schlafen leider ins Wasser fiel, haben wir uns gegen die Möglichkeit entschieden bei einer Freundin meiner Mutter etwas außerhalb von Sydney zu schlafen und uns ein Hostel gesucht. Uns war es dabei besonders wichtig, dass es einen kostenlosen Flughafen-Transfer gibt, dass das Frühstück inklusive ist und, dass es Schließfächer auf den Zimmern gibt. Außerdem haben wir nach so einer langen Anreise keine Lust auf ein Zimmer mit bis zu 16 Menschen, sondern wollen unsere Ruhe. Daher haben wir uns für ein 4-Bett-Zimmer entschieden. Das kostet uns nun umgerechnet ca. 22€ die Nacht und ist somit kein Schnäppchen, aber genau das Richtige, um den Jetlag auszuschlafen und dann putzmunter zu unserem Abenteuer aufzubrechen. Unsere Hostels haben wir übrigens bis jetzt alle über Hostelbookers gebucht, zu deren Internetseite es hier geht.

Alle Reisedokumente ausdrucken
Ich muss immer alles fein säuberlich sortiert vor mir liegen haben, bis ich meine Angst etwas zu vergessen ablegen kann. Die Visa Grant Notice und den dazugehörigen Brief der Behörde, die Bestätigungsemail der Fluggesellschaft, die Hostelbuchungen, das Ticket für den Zug zurück in den Ruhrpott, all das muss ich Tage vorher ausdrucken und immer wieder durchsehen, ob auch wirklich alles da ist. Gilt auch für den Reisepass, den internationalen Führerschein und sonstige wichtige Aus- und Nachweise. Sicher ist sicher. 

Und wenn dann soweit alles vorbereitet ist, dann kann man sich schon fast ans Packen machen. Meine letzte Maschine Wäsche läuft bereits, dem Paket mit möglichen neuen Bikinis fiebere ich entgegen und da ich am Wochenende schon zu meinen Eltern fahre, muss ich spätestens Sonntag alles eingepackt haben, was mit in den Urlaub soll. Was so den Weg in meinen Rucksack findet und was das überhaupt für einer ist, gibt es nächste Woche. Bis dahin haue ich noch kräftig in die Tasten, um den Endgegner Hausarbeit in die Knie zu zwingen. So einen Urlaub muss man sich eben auch wirklich erst verdienen.

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