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18. Februar 2014

Reisevorbereitungen II

Lena 1, Hausarbeit 0. Ich habe es geschafft, der Endgegner ist besiegt. Gestern Morgen um halb fünf habe ich mich das erste Mal seit einer Weile völlig entspannt zurück gelehnt und erleichtert ausgeatmet, als die Wörterzählfunktion von Word mir mitteilte, dass ich es geschafft habe. Seitdem bin ich nach einer kurzen Nacht im Endstadium der Vorfreude und drohe daran zu platzen. Ich habe rekordverdächtig schnell meinen großen und trotzdem viel zu kleinen Rucksack gepackt, mein Handgepäck zusammengesucht und meine Wohnung geputzt, um endlich den grauen Ruhrpott hinter mir lassen zu können.

Das ist mein  Handgepäck. Ein kleiner Rucksack, weil bequemer, mit dem Kram, den ich für den Flug und Shanghai so mitschleppen möchte. Neben einem Buch, meinem iPad und Kopfhörern darf da die Kamera inklusive Wechselobjektiv nicht fehlen. Außerdem müssen eine zweite Speicherkarte, ein zweites Akku und ein Ladegerät für die Kameraakkus, sowie das Ladegerät für iPad und iPhone mit in den Rucksack. Ein Notitzbuch inklusive Stift, um ein wenig Reisetagebuch zu schreiben, aber auch, um Adressen von Hostels und Flugdaten immer dabei zu haben. Der Fotostreifen soll der Sehnsucht entgegenwirken und in dem kleinen, geblümten Täschchen sind eine Reise-Zahnbürste, Zahnpasta und ein bisschen Schminke. Denkt daran, dass alle Flüssigkeiten, die im Handgepäck transportiert werden sollen, in transparenten Plastikbeuteln durch die Sicherheitskontrolle müssen.  Die Beutel gibts meist am Flughafen, ich pack meinen Kram allerdings gleich schon direkt in die Beutel, damit das am Flughafen kein Drama gibt. Selbstverständlich ist der Reisepass, ohne den man ja gar nicht erst vom Flughafen wegkommt.

Handgepäck packen ist kinderleicht, das kann jeder. Der richtige Spaß beginnt erst beim Packen des großen Rucksacks. Ich, als absoluter Pack-Hasser, komme da jedes Mal an meine Grenzen. Laura lag ich noch vor zwei Wochen in den Ohren, dass ich nicht viel mitnehmen werde und mein Rucksack definitiv nicht bis oben hin vollgepackt wird. Ich nehme das hiermit zurück. Das Ding ist voll, randvoll. Ich habe aber auch nur 60L Platz. Die sind schnell eben ziemlich schnell voll. Von dem, was auf dem Bild zu sehen ist zu dem, was es tatsächlich in den Rucksack geschafft hat, war es ein langer Weg voller schmerzhafter Trennungen und dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens.

Also, was kommt mit? Kleidung für Temperaturen von 8°C bis 35°C. In Shanghai sind für Donnerstag nur 8°C gemeldet und weil ich keine Lust habe eine Winterjacke mitzunehmen wird Stoff über Stoff geschichtet. In Sydney sieht es grade auch eher grau aus, auf Tasmanien regnet es und über Melbourne sagt man, dass man innerhalb eines Tages vier Jahreszeiten hat. Erst an der Westküste erwarten uns Temperaturen über der 30°C Grenze. Man sollte also je nach Reiseroute auf alles vorbereitet sein und sowohl eine lange als auch eine kurze Hose einpacken, nicht nur Shirts, sondern auch einen dicken Pulli und ganz wichtig: eine Regenjacke! Australien ist nicht nur Sommer. Was Schuhe angeht, hab ich nur ausgelatschte Vans, ein paar weiße Stoffschuhe und 2 Paar Flipflops dabei.

Was neben Kleidung und Schuhen noch mit muss, sind ein Erste-Hilfe-Set für die Zeit in der wir fernab von jeglicher Zivilisation durch die Gegend fahren und ein Schloss für Schließfächer in Hostels. Für Hostels sollte man auch unbedingt ein Paar Flipflops dabei haben, um in Gemeinschaftsduschen nicht barfuß duschen zu müssen. Ansonsten muss natürlich ein Adapter mit, der aber bei meinen Eltern lag und so nicht auf das Foto konnte. Adapter gibt es aber zwar auch in Australien, sind dort aber um einiges teurer. Auch Sonnencreme sollte am besten schon hier gekauft werden, da auch die dort teurer ist. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist in Australien empfehlenswert, da die Sonne, wenn sie denn scheint, recht ordentlich brennt.

Wie man sieht, ich bin vorbereitet. Es ist alles gepackt, ausgedruckt, organisiert und kann losgehen. In ein paar Stunden trudelt meine Freundin hier ein und morgen ganz früh geht es zum Frankfurter Flughafen. Meine Eltern, Goldstücke, die sie sind, fahren uns. Meine Vorfreude ist gigantisch und die Aufregung setzt auch so langsam ein. Bis in vier Tagen, Australien! Mach dich bereit, wir sind fast unterwegs!

1 Kommentar:

  1. Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg über die Hausarbeit! Ich kämpfe momentan noch mit meiner Eigenen …

    Ich wünsche dir eine super Zeit in Australien! Ich freue mich schon auf die Reiseberichte, ich wünschte ich hätte genug Mumm so ein Backpacking-Abenteuer zu wagen. (;

    Liebe Grüße!

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