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7. Januar 2014

2013, oder: was ich noch sagen wollte

Ich hab es wirklich versucht, das Ding mit dem Jahresrückblick. Auf einer Parkbank irgendwo in Kreuzberg sitzend, der Wintersonne entgegen blinzelnd und über das vergangene Jahr nachdenkend. Aber nach dem vierzehnten Versuch einen zu verfassen und der Flut an Rückblicksposts, die das Internet zum Jahreswechsel immer überschwemmt, habe ich mir eine halbherzig dahingeschmierte Version meines letzten Jahres gespart. Jetzt ist schon 2014 und es für ein Jahresrückblick ein bisschen spät. Es gibt da allerdings trotzdem etwas, das ich noch loswerden möchte:

2013 war ein Jahr geprägt von großartigen Menschen, die ich voller Stolz zu meinen engsten Freunden zählen kann. Menschen, die Essen ein Stück lebenswerter und bunter machen. Menschen, die mir das Gefühl geben doch angekommen zu sein in der ungeliebten Wahlheimat. Menschen, die immer ein offenes Ohr und/oder eine Flasche Wein haben. Oder ein fabelhaftes Abendessen an Sonntagen, wenn mein Kühlschrank mal wieder leer ist. Dann sind da Menschen, die hunderte Kilometer weit weg sind, aber trotzdem die sind, die mir am nächsten sind. Die, die lange wach bleiben, um durch das Telefon Tränen trocknen oder krank machen, um endlich mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Die, die einem die eigene Wohnung immer als Zufluchtsort anbieten, einem Frühstück ans Bett bringen und immer frischen Kaffee haben. Die, die einem Mut zu sprechen. Die, die einem den Kopf kraulen. Die, die einem die Haare färben, obwohl sie es albern finden.

Ich habe letztes Jahr mein erstes Mixtape bekommen. Mit 23 (endlich!). Es war zwar eine CD, aber erfüllt selbigen Zweck. Die Auswahl der Lieder hat mich zum Weinen gebracht, weil ich zum einen eine Heulsuse bin. Und weil sie so schön ist, die Auswahl. Und die Tatsache, dass jemand so etwas für mich macht. Ich habe letztes Jahr eine Freundin in einer vorher völlig fremden Person gefunden, die ich nie wieder aus meinem Leben wegdenken möchte. Ich habe letztes Jahr Entscheidungen getroffen, ein paar miese und einige fabelhafte. Ich habe Pläne geschmiedet und kann es kaum erwarten diese zu verwirklichen. Weil ich letztes Jahr gemerkt habe, wer wirklich da ist und wer nur so tut. Wer fordert, aber nie gibt. Wer redet, aber nie macht. Und mich von Menschen frei gemacht, die mich runterziehen. Damit mehr Platz für die ist, die mein Leben zu dem machen, was es ist. Ganz schön super nämlich. Und dafür bin ich dankbar. Für jeden einzelnen von euch. 

Danke für 2013 - mit euch. 

Kommentare:

  1. Ich bin sonst eigentlich immer nur stiller Leser, aber jetzt muss ich doch was schreiben.. Dieser "Jahresrückblick" ist so wunderwunderschön, dass ich fast weinen musste (ich bin auch so eine kleine Heulsuse).. Ach.. Der ist schöner, als alle anderen Jahresrückblicke, die du hättest schreiben können und auch wenn ich dich gar nicht kenne, freue ich mich wahnsinnig für dich, dass du so tolle Menschen gefunden hast. Das ist so viel wert :)
    Ich lass dir ein Herzchen da <3

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  2. Das hört sich ganz danach an als wäre 2013 ein sehr schönes Jahr für dich gewesen und ich hoffe, dass auch 2014 wieder viel Schönes für dich bereit halten wird.

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  3. Wenn du "Essen" als Stadt meintest, müssen wir uns mal aufn Kaffee treffen! ;) Ein schöner Jahresrückblick, auch wenn es viele Anlaufe gebraucht hat. :P Es ist immer schön zu sehen, dass es auch Menschen gibt die mit 2013 zufrieden waren und die kleinen Dinge schätzen! ♥

    Carina,
    www.forestinmay.com

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  4. mit diesen schönen Ansichten und Erinnerungen muss 2014 einfach gut werden.

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  5. Everything happens for a reason. <3 #llcoolohnej

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  6. Das ist echt schön geschrieben. Ich hoffe, dass die, die gemeint sind, das auch lesen, denn das würde jeden stolz machen :) Liebe Grüße

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