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25. Mai 2013

Leben spenden


Jährlich erkranken in Deutschland rund 11.000 Menschen an Leukämie. Das bedeutet drastisch ausgedrückt eine Neuerkrankung ungefähr alle 45 Minuten. Um dagegen anzukämpfen und an Leukämie erkrankten Menschen eine Chance auf Genesung zu schenken, gibt es die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Gegründet wurde diese vor über 20 Jahren, als die Ehefrau des Mitgründers an Blutkrebs erkrankt. Weil in Deutschland zu diesem Zeitpunkt nur wenige Spender registriert waren, gründeten Peter Harf und der behandelnde Arzt Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger eine private Initiative, um einen geeigneten Spender zu finden. Seit dem ließen sich bereits über 3,6 Mio Spender registrieren. Die einst private Bewegung ist heute die weltweit größte Stammzellenspenderdatei und vermittelt täglich bis zu vierzehn Spender an Patienten.

Erstmals wirklich mit dieser Organisation beschäftigt habe ich mich im Rahmen meines Praktikums, als ich eine Pressemitteilung über Spender in dem Unternehmen, in dem ich arbeitete, schreiben sollte. Die Plakate mit halbwegs bekannten Prominenten kannte ich - wenigstens flüchtig. Auch erinnere ich mich an ein Referat über eben diese Organisation im Rahmen eines Vortragsseminars in der Uni. Aber das wars. Bis vor ein paar Wochen, als ich anfing zu recherchieren.

Kurzerhand beschloss ich, dass ich auch helfen möchte und registrierte mich online. Einige Klicks und ein paar Tage später, fand ich einen mittelgroßen Umschlag mit einer Broschüre, zwei Wattestäbchen und einem Rücksendeumschlag in meinem Briefkasten. Das Prozedere ist idiotensicher: die Wattestäbchen kurz angelutscht, trocknen gelassen und schnell wieder zurück an die DKMS geschickt. Was man aber immer im Hinterkopf haben sollte, ist die Tatsache, dass man immer als potentieller Spender in Frage kommen kann. Gerade für mich als absoluten Angsthasen in Sachen Blutabnehmen. Die Stammzellenentnahme ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, aber dennoch schmerzhaft. Bei mir überwiegt da allerdings mein Weltverbesserungsdrang. Was für mich ein paar Tage Krankenhaus bedeuten, können für jemand anderes die Chance auf ein neues Leben heißen. Und das ist es mir zweifelsohne wert. Blutabnehmen und Nadeln hin oder her.


Bild und Banner via DKMS.de

Kommentare:

  1. Finde ich gut, dass du das postest! Würde das eigentlich auch ziemlich gern machen aber falle leider unter die Ausschlusskriterien :/

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  2. Bei mir ist es genauso wie bei dir gelaufen. finde es super, dass du auch drüber schreibst und darauf aufmerksam machst :)
    lg farina

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  3. dann wünsch ich dir ganz viel spaß in wien, meine liebe!
    mach dir ne wunderbare zeit und gönn dir vielleicht was bei 'dr.falaffel' auf dem naschmarkt ;)

    nebenbei: cooler post zu nem wichtigen thema! super dass du über so etwas berichtest!

    beste grüße! xx B.

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