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29. August 2012

Aus alt mach neu.

Ein Geburtstag stand an, eine Idee musste her. Da fiel mir ein, dass die bald Geburtstag habende Freundin nach meiner ersten Batik Aktion fragte, ob ich ihr auch mal eins mache. Gesagt, getan. Papa hatte noch Tshirts über, Farbe gabs im Bastelladen sogar reduziert und schon legte ich los.
Man benötigt:
Tshirts
Farbe(n)
eine alte Schüssel
Salz
Gummibänder
Handschuhe
(Geduld)

Zu erst sollte man sich überlegen, wie das Tshirt später aussehen soll. Muster, Kreise, Dip Dye, die Möglichkeiten sind zahlreich. Ich hab mir Ideen bei youtube geholt und mich für "Radio Waves" entschieden. Das hatte ich beim letzten Versuch zufällig hinbekommen und wollte es diesmal mit schwarz versuchen. Ich schaute mir also das Video noch mal an, machte alles nach und hoffte. Batiken ist irgendwie Glückssache, man weiß nie was rauskommt - bei mir jedenfalls nicht.



Schritt 1: Entweder man faltet wahllos und verteilt Gummis kreuz und quer oder man macht das Ganze nach Plan. Ich hab meine Shirts erst einmal mittig gefaltet, dann zusammen gerafft und dann mit Gummibändern fixiert. Egal welche Technik man anwendet - wichtig ist, dass man die Gummibänder so oft wie möglich um die Shirts bindet. Sind sie zu locker, erfüllen sie nicht den Zweck: Muster hinzufügen.




Schritt 2:  Sind die Tshirts gefaltet und fixiert, werden sie in den Eimer oder die Schüssel mit der Farbe gegeben. Ich kauf die Farben immer im Bastelladen (2-4€). Was zu tun ist steht hinten drauf. Ich nehme allerdings weniger Wasser und mehr Salz. Für mehr Farbintensität, jedenfalls hoffe ich das. 
Ist die Farbe bereit, dann sollte man den Rand des Behälters sauber wischen, sonst macht der unschöne Flecken an die weißen Stellen. Wichtig auch, dass man Handschuhe trägt. Die Farbe ist hartnäckig und geht schwer wieder weg.




Schritt 3: Sind die Tshirts erstmal in der Farbe, braucht man Geduld. Viel Geduld. Jetzt heißt es warten. Mindestens 20 Minuten waren verlangt, ich hab die Shirts jedoch ca. 40 Minuten in der Farbe gelassen. Auch hier hoffte ich auf eine stärkere Farbintensität. Wie lange man die Tshirts in der Farbe lässt ist natürlich Geschmacksache. 


Schritt 4: Ist man mit seiner Geduld am Ende oder glaubt, so mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, kann man die Shirts (endlich!) aus der Farbe nehmen. Auch hier empfehlenswert: tragt Handschuhe! und legt etwas drunter, Mutti wirds euch danken. Nachdem ihr die Shirts ausgewaschen habt - und zwar so lange bis das Wasser wirklich klar bleibt! - lasst sie trocknen und wascht sie dann einmal seperat bei 30°C. Dann färben sie bei der nächsten Wäsche nicht ungewollt alle anderen Sachen mit.

Schritt 5 ist eher optional. Ich wollte die Shirts noch ein bisschen "umschneidern" und aus Papas alten Schlabbershirts ganz besondere Hingucker machen. Beiden habe ich den Kragen herausgeschnitten. Dem für meine Freundin habe ich auch noch die Ärmel genommen und die Träger oben zusammen gebunden mit einem Stück des abgeschnittenen Ärmels. Beim zweiten Shirt habe ich einfach nur die Ärmel hochgekrempelt und sie mit wenigen Stichen fixiert. 


Wie man sieht, mehr als ein wenig Talent, ein bisschen Geschick und viel Geduld braucht man nicht. Es ist zwar nicht so geworden, wie ichs gerne gehabt hätte, aber so gefällt es mir auch sehr gut. Vielleicht sogar besser. Eine klare Win-Win-Situation, hey!


Kommentare:

  1. ich hab vor ein paar Wochen mit Freunden gebatikt...war das ein Spaß! Wir hatten keinen Plan, jede Menge Farben, T-Shirts und alkoholische Getränke. Die Ergebnisse waren zwar nicht so schön wie deine, aber jetzt wissen wir, wie man's besser macht ;)

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  2. Ach, irgendwie liebe ich dein Blog. Hast erstmal eine neues Leserin, liebes. Und das Stueck ist uebrigens echt gut geworden , Daumen hoch ! :*

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