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1. Juli 2012

The Bucket List

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Zahlreiche Bücher geben Vorschläge und selbst eine Internetseite gibt es, auf der man eine sogenannte Bucket List anlegen kann. Die Bucket List heißt Bucket List, weil das Idiom „to kick the bucket“ im Englischen Sterben bedeutet. Die Liste soll also die Dinge aufzählen, die man im Leben mal gemacht haben sollte bevor man das Zeitliche segnet.

Für manche Leute sind das gewisse Städte und Länder, die sie unbedingt einmal bereisen wollen. Andere möchten zahlreiche Sprachen lernen. Dann gibt es jene, die verrückte Dinge auf ihrer Liste stehen haben, wie zum Beispiel Fallschirm springen oder Tiefseetauchen. Wiederum andere brennen darauf sich ein Tattoo stechen zu lassen, nackt im Mondschein baden zu gehen oder gar ein Buch zu schreiben. Vornehmen kann man sich bekanntlich viel. Jedes Jahr zu Silvester werden Vorsätze gemacht - die man ja doch nicht hält. Schließlich höre ich seit Jahren mit dem Rauchen auf. So richtig hat das noch nie geklappt mit den Vorsätzen. Was ist also anders an der To-Do-Liste pre mortem? Ist es vielleicht die Zeitspanne, die man sich selbst gewährt um all diese Dinge zu erledigen? Immerhin hat man ja ein ganzes Leben Zeit dafür. Was aber nun, wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt? Muss man dann ein schlechtes Gewissen haben, weil man wenig bis gar nichts geschafft hat da man dachte, mach ich morgen? „Mach ich morgen“ kann ich nämlich hervorragend. Tuen möchte ich viel. Allerdings schlafe ich als Vernunftsmensch gern nochmal eine Nacht darüber. Morgens sieht die Welt dann oft schon wieder ganz anders aus und von der nächtlichen Euphorie ist morgens meist nur noch ein verwirrtes Kopfschütteln übrig.

Ich bin eine der Personen, die die ganze Welt bereisen möchte. Ich möchte Fallschirm springen in Australien, Snowboarden in Kanada und Surfen auf Bali. Ich will auf Kamelen durch die Wüste reiten, Amerikas einsame Landstraßen befahren und die Liebe meines Lebens auf dem Eifelturm küssen. Es muss kein ganzes Buch sein, aber später möchte ich journalistisch arbeiten und schreiben - wenn auch nicht hauptberuflich. Ich möchte ein Steuerrad zu meinem Anker, einen Origami Kranich auf dem Oberarm und ein Schiff auf meinem Oberschenkel. Es sollen zwei Kinder sein, ein Haus mit Garten und ein Hund. Heiraten ist optional und nur in Vegas erlaubt, den Brautstrauß von Jana fang ich trotzdem - weil ich es kann. Ich möchte meiner Mama irgendwann irgendwie Danke sagen für Alles und zwar nicht mit ein paar Blumen. Ich möchte mit einer Band auf Tour gehen, endlich mal aufs Hurricane und definitiv noch mal aufs Splash. Mit 25 höre ich auf zu Rauchen, dann aber wirklich. Außerdem möchte ich einen Baum pflanzen, einen Brunnen bauen und ein Stückchen die Welt verbessern, in der unsere Kinder leben werden. Vor allem möchte ich, dass das wirklich so ist und nicht einfach daher gesagt.

Kommentare:

  1. ich les dich wirklich gerne. mach weiter so :)
    charlotte

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  2. Tihi, warum hast du denn nichts gesagt? :)
    Den Opi hab ich sicher nach Hause gebracht, der war gut angeschwipst ;)
    Am Samstag gehts schon wieder nach NRW - dann nach Köln. Nächstes Mal bin ich am Start - bin traurig, dass ich nicht mit konnte :(

    Liebe Grüße :)

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  3. Ich habe auch solch eine Liste. Sie verändert sich natürlich im Laufe der Zeit etwas, aber es hilft einem doch irgendwie Dinge zu erreichen um am Ende des Lebens zufrieden zurückschauen zu können und sich nicht ärgern zu müssen.

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  4. Bin gerade durch Arianes Blogvorstellung auf deine Bucket List aufmerksam geworden - ich liebe solche Listen einfach. Listen erstellen, mit Dingen, die man noch machen möchten, machen einen immer wieder die eigenen Wünsche und Ziele deutlich und so ein bisschen Selbstreflektion ist immer gut. :)

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