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8. Mai 2012

Keep calm, everything will be alright

Manche Tage beginnen mit einem Blinzeln gen Sonne. Das halb heruntergelassene Rollo lässt die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings herein, welche dich wach kitzeln. An solchen Tagen, mummel ich mich nochmal ein, kuschele mich bestenfalls noch einmal an und werde mit einem Lächeln auf den Lippen langsam wach. Ein schönes Gefühl, das es viel zu selten gibt. Das allerdings liegt mitunter am dürftigen Frühlingswetter. Zu den mangelnden Sonnenstrahlen kommt bei mir momentan auch noch ein bedrückendes Gefühl der Ungewissheit hinzu. Dieses Gefühl, wenn plötzlich alles keinen Sinn mehr macht und zweifelhaft erscheint, was man die letzten Monate und Jahre getan hat. Was mit einer Masterplatzsuche begann, endet hier gerade im Chaos und in Zweifeln, die mich haushoch übertürmen. Die Ahnungslosigkeit, wie man die Zukunft so gestalten soll, die ist mir nicht neu. Aber die bittere Tatsache vier Semester an ein Fach verschwendet zu haben, mit dem man herzlich wenig anfangen kann, macht mir gerade Bauchschmerzen. Abbrechen, neu anfangen, wechseln, all diese Überlegungen, die mir eigentlich gar nicht in den Kram passen. Das Gefühl sofort alle Zelte in Köln abbrechen zu müssen und die Angst vor dem Ungewissen, die das allerdings vorerst verhindert. Das Gefühl der riesigen Vorfreude auf Barcelona ist dem bockigen 'Ich will auf gar keinen Fall nach Spanien!' gewichen. Die Hoffnung auf baldige Rettung vor dem Durchdrehen und die Hoffnung auf Rat bei der Studienberatung morgen.

» Hope is a good thing, maybe the best of things, and no good thing ever dies. « 

Kommentare:

  1. Ach ja, das kenn ich nur zu gut, aber solche Phasen gehören einfach dazu. Ich weiß ja nicht, wie es jetzt konkret bei dir aussieht, aber glaub, es findet sich alles. Und es ist auch nicht schlimm, noch mal was Neues anzufangen! Wenn du diese Tatsache einmal angenommen hast, kannst du viel freier und ehrlicher überlegen, was du wirklich willst, ohne diesen dämlichen Erfolgsdruck im Nacken. Am Ende ist es völlig wurscht, ob man 2 Jahre länger studiert hat oder nicht! Kopf hoch :)

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  2. So ein Wechsel, oder das Abbrechen des Studiums sollte man sich gut überlegen. Aber wenn man das getan hat denke ich, ist es ok, wenn man eben noch mal etwas anderes anfängt. Ich kenne einige die das gemacht haben. Eventuell sogar zu einer Ausbildung gewechselt haben. Wenn einen das glücklicher macht ist das glaube ich sehr viel mehr wert, als wenn man sich durch irgendetwas durchzwingt, womit man sein Leben lang nicht glücklich wird.

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  3. Kopf hoch, ich habe meine schulische Ausbildung zur CTA geschmissen, um doch lieber sofort studieren zu gehen statt erst nach der Ausbildung. Auch in meinem Studium hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, aber ich bin immer noch dabei und das Ende nähert sich.

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  4. ich hab das unendlich-zeichen aus einem perlenladen.. guck einfach mal in bastelläden nach :) ansonsten starte ich demnächst auch ein gewinnspiel, bei dem es unter anderem so ein armband zu gewinnen gibt ;)

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  6. was sind schon zwei jahre im vergleich zu deinem ganzen leben? :)
    ich kenne das ja, die letzten jahre meines lebens fallen wohl auch eher unter "verschwendete zeit". aber der gedanke rettet mich immer. was sind schon zwei jahre? außerdem hast du wenigstens rausgefunden, was du NICHT willst, und das ist doch auch schon was wert?
    du packst das schon :)

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